Klassen-Beiträge

Montag, 31. August 2015:

Die Klasse versammelte sich um 8.20 Uhr am Bahnhof Dachsen. Unser Zug wäre um 8.30 Uhr abgefahren, aber weil der Bus von Frau Menzi wegen eines Staus nicht gekommen war, kam sie zu spät. So mussten wir schauen, wo wir blieben, weil alle Reservationen nicht mehr stimmten. Die Zugfahrt dauerte circa 3 ½ Stunden bis wir in Cumbel ankamen.

 

Badesee:
mo4gmo3gmo2gIn Cumbel angekommen stellten wir unser Gepäck rasch ab und wanderten zu einem Badesee. Bei diesem Badesee spendierte uns Frau Menzi ein Getränk oder ein Eis. Das Wasser im See war erfrischend kühl. Alle hatten ihren Spass, sei es im Wasser, auf der Slackline oder beim Beachvolleyballfeld.

 

 

Abendessen:

mo5gSpäter ging es mit dem Postauto wieder Richtung Casa Porclas. Die Betten wurden aufgeteilt und die Koffer ausgepackt. Dann erkundeten wir unsere Unterkunft. Die Kochgruppe bereitete in der Zwischenzeit das Essen zu. Es gab Gehacktes mit Hörnli.

 

Michael, Justin, Naomi, Melinda, Benita

 

 

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Dienstag, 1. September 2015 
Der Tag begann um 7.30 Uhr mit einem “Zmorge“. Danach fuhren wir alle mit einem Wanderbus zur Station Triel und von dort ging es mit dem Sessellift auf den Hitzeggen. Als wir oben ankamen, ging die Wanderung los. Wir wanderten insgesamt ca. 4 Stunden über 3 Berge. Es war anstrengend, aber die Landschaft zahlte sich aus. Sie war menschenleer und schien verlassen, was mich ein bisschen an eine Wüste oder an einen fernen Planeten erinnerte. Wir marschierten über Hügel, vorbei an stillgelegten Schneekanonen und quer über Kuhweiden. Überall lag also Kuh-Shit rum. Wir hatten Glück mit dem Wetter, denn es regnete erst ganz am Schluss. Der letzte Berg (Piz Sezner), den wir hochgekraxelt sind, war am steilsten.

di3gdi2gdi1gNach einem Eintrag im „Gipfelbuch“ ging es abwärts Richtung Lumbrein. Während ein Grossteil der Klasse auf dem Weg blieb, gingen ich und ein paar andere querfeldein. Das war ein Abenteuer! Wir kletterten Hügel hinunter, Manuel verlor dabei sein Handy (hat es zum Glück wieder gefunden), wir machten Selfies mit Kühen, wateten durch eine Schlamm-Kuh-Fäkalien-Wiese, wurden von Pferden verfolgt und stiessen auf eine zerfallene Berghütte. Im Tal angekommen nahmen wir den Bus nach Hause.

Dort ging der Kampf um die Duschen los. Da sie sich auf demselben Stock wie der Jungen-Massenschlag befanden, war klar, wer zuerst duschen ging 😉
Zum Znacht gab es Omeletten, die wir mit Hackfleisch, Nutella, Confi oder Apfelmus füllen. Später mussten wir ins Bett, was aber nicht heisst, dass wir schlafen gingen… 😉

Joshua, Niklas, Valerio, Lea, Leonie

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Mittwoch, 2. September 2015
Weil wir am Dienstag eine strenge Wanderung gemacht hatten, mussten wir am Mittwoch erst um 8.00Uhr aufstehen. Nach dem Frühstück haben wir uns für den Ausflug gerüstet. Wir konnten uns entscheiden, ob wir klettern oder ins Schwimmbad gehen wollten. Mit dem Zug fuhren wir alle zusammen nach Chur-West und haben uns dann aufgeteilt. Dario, Joshua und Salomé gingen mit Herrn Steiner ins Kletterzentrum und der Rest der Klasse mit Frau Menzi ins Schwimmbad. Im Schwimmbad gab es einen Aussenbereich mit Sprudelbad und im Innenbereich eine Wasserrutsche und Sprungbretter. Dario, Joshua und Salomé hatten sehr viel Spass beim Klettern. Für Joshua war es eine neue Erfahrung, denn er war noch nie zuvor klettern gegangen. Um 14.30 Uhr traten wir uns alle voller Freude wieder in Chur und durften alleine shoppen gehen;)

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Weil wir grossen Hunger hatten, stürmten wir als erstes den McDonald’s, den wir nach langem Suchen endlich gefunden hatten. Die Kochgruppe des Tages musste für das Abendessen noch Lebensmittel einkaufen.

Im Hause angekommen haben wir uns ausgeruht und die Kochgruppe hat gekocht. Zum Abendessen gab es versalzenen Kartoffelstock an Rahmsauce mit Poulet-Geschnetzeltem. Zum Dessert assen wir leckeren Fruchtsalat. Die Kochgruppe musste dann noch abwaschen und die Jungs hatten einen Film installiert. Zum Abschluss des Tages schauten wir Planet der Affen Teil 2. Nach dem Film putzten wir unsere Zähne und gingen ins Bett.

Dario, Salomé, Sina, Sarina

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Donnerstag, 3. September 2015

do1gHeute mussten wir ein bisschen früher aufstehen als normal. Für die meisten ist 6.00 Uhr morgens viel zu früh. Für uns war es etwas schwer, da wir bis um ein Uhr nachts gequatscht haben. Als wir uns endlich aus dem Bett gehievt hatten, gab es erst mal das routinemässige Frühstück: Frisches Brot, Nutella, Konfitüre, Fleisch, Milch und Orangensaft. Wir zogen uns warm an und machten uns auf den Weg zum River Rafting. Zuerst fuhren wir eine Viertelstunde mit dem Bus und dann mit dem Zug 30 Minuten nach Reichenau – Tamins. Wir bekamen eine kurze Einführung, mussten einen Haftungsvertrag unterschreiben und bekamen dann unsere sehr engen und unbeweglichen Neoprenanzüge. Mit Paddel und Helm bestückt marschierten wir zum Bahnhof und nahmen eine 20 km lange, sehr abenteuerliche und schweisstreibende Fahrt auf uns. Als wir unser Ziel am Vorderrhein erreicht hatten, durften wir die schweren Boote von Hand aufpumpen. Wir bekamen noch eine Einführung, was zu tun ist, wenn wir rausfallen würden. Wir paddelten etwas runter und durften dann ca. 20 Meter im 10o C kalten Wasser schwimmen gehen. Füsse nach oben und die Schwimmweste gut angezogen ging es in den Rhein. Nachdem der Neoprenanzug nass geworden war, konnte er eine Isolationsschicht bilden und uns warmhalten. Wir kletterten ins Boot und dann ging es auch richtig los. Wir bewunderten die schöne Landschaft, die anfänglich noch von ein paar Sonnenstrahlen beleuchtet war und genossen die etwas turbulente Fahrt nach unten. Nach den ersten 10 Kilometern machten wir Mittagspause. Wir durften vor der Fahrt eine Jacke oder einen Pullover sowie unser Mittagessen in drei kleine Plastikfässchen stopfen. In der Mittagspause hatten wir dies dann dabei. Da es an den Füssen angeblich wärmer ohne die nassen Schuhe und Socken wäre, hatten die meisten diese ausgezogen. Das eklige daran war, dass sie diese nassen Sachen wieder anziehen mussten. Deshalb behielten die meisten die Schuhe an. Die zweiten 10 Kilometer waren genauso bewundernswert wie die ersten. Kurz vor Schluss konnten wir von einem Stein springen und mussten dann gleich wieder ans Ufer schwimmen. Das coole war, dank dem Neoprenanzug merkten wir nicht mal, dass es regnete. Auf den letzten Metern fing es an zu gewittern.

do2gZum Glück konnten wir dann gleich aus dem Wasser steigen. Der Regen, der vom Dach der Club-Basis tropfte, war wärmer, als unser Körper im Neoprenanzug. Als wir ausgezogen waren, mussten wir den Neoprenanzug in Seifenwasser und dann in normales Wasser tunken. Wir konnten uns trocknen, anziehen und bekamen sogar noch heissen Tee. Eine Karte konnten wir auch schreiben. Nach der erholsamen Rückfahrt gab es Pizza. Leider lief dies nicht ganz nach Plan. Gedacht war, dass wir unsere Pizza selber belegen und sie dann im Steinofen backen konnten. Was wirklich passierte war: Der Steinofen wurde nicht vorgeheizt und wir konnten ihn deshalb nicht benutzen. Die Kochgruppe hat deshalb die Pizza selber belegt und sie dann im normalen Backofen gemacht. Sie war trotzdem super lecker. Wir genossen den restlichen Abend und mussten trotz des Faktes, dass es der letzte Abend war, unsere Handys abgeben. Natürlich versuchten wir nur die Hülle oder nur eines von zwei Geräten abzugeben, jedoch merkten Frau Menzi und Herr Steiner dies.

Andrin, Robin, Pablo, Aline, Nadine

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Freitag, 4. September 2015

Zurück nach Hause

Schreibwettbewerb

15. April 2013

Den Schreibwettbewerb 2013 zum Thema Klimazonen haben gewonnen:

Aus den A-Klassen aus 11 eingereichten Arbeiten:

Sieger: Emanuel Mauch 2A mit „Gefangen im ewigen Eis“

2. Platz: Nils Wiesli 1A mit „Mord auf Island“

3. Platz: Katharina Rohrbach 2A mit „Dubai“

Aus den B-Klassen aus 2 eingereichten Arbeiten:

Siegerin: Sina Schweizer 3B2 mit „Verloren in der Wüste“

2. Platz: Sonja Werni 3B2 (Comic)

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Gefangen im ewigen Eis

10 Dezember 1865

Sir, wir sind in grossen Schwierigkeiten. Unsere Huskys sind zu Dutzenden krepiert und wir haben fast kein Gas mehr um Tee zu kochen. Wir sind noch ca. zweihundert Kilometer vom Basiscamp entfernt. Unsere Leute sind erschöpft und ausgemergelt, die Nahrungsvorräte sind knapp. Sir, ich bitte sie, sie müssen uns holen und zwar so schnell wie möglich! Wir halten das nicht mehr lange aus.

John Hawks

„Haben sie das gelesen?“, fragte Adam Sanders, der Vorsitzende der Expedition zu seinen Leuten. „Wir müssen sie so schnell wie möglich da rausholen, oder sie sterben den Kältetod!“ So langsam wurde Sanders bewusst, in welcher Gefahr sich John Hawks und sein Expeditionsteam befanden. Ein Jahr zuvor waren John Hawks und seine Leute von England aus in Richtung Südpol gesegelt. Sie wollten die ersten Menschen auf dem Mount Vinson sein, dem höchsten Berg in der Antarktis. 4892 Meter ragt er über die Eiswüste hinaus. Hawks und seine Leute hatten sich monatelang auf diese Erstbesteigung vorbereitet und jetzt drohte ein Drama. Sechs Leute, gefangen in einem Zelt direkt am höchsten Berg der Antarktis. Jetzt galt es, keine Zeit zu verlieren. Noch in dieser Woche sollte ein Schiff in Richtung Südpol ablegen. Die Männer arbeiteten schon eifrig, luden Verpflegung und Ausrüstung an Bord. Der Vorsitzende der Expedition, Kapitän Adam Sanders persönlich übernahm die Rettungsaktion. Schon in wenigen Wochen würden sie im Basislager am Ufer des Atlantiks ankommen. Doch wie lange werden John Hawks und seine Leute das noch mitmachen? Die Zeit wird knapp, das wusste Sanders jetzt schon. Am anderen Morgen legte das Schiff samt zwölf-köpfiger Crew am Hafen von London ab.

Die Reise verlief gut. Es gab keine grösseren Stürme und mit Hilfe der Meeresströmungen kamen sie gut voran. In einer Woche würden sie im Basiscamp ankommen. Inzwischen rangen John Hawks und seine Leute am Abgrund des Mount Vinson um ihr Leben. Sie hatten es zwar auf den Gipfel geschafft, doch starke Orkane hinderten sie, den Abstieg fortzusetzen. Sie waren etwa in der Hälfte des Abstiegs. Bei guter Witterung würden sie in Sechs Tagen den Fuss des Mount Vinson erreichen. Doch alles wurde knapp. Die Verpflegung, das Trinkwasser. Bei minus 40 Grad auf 3000 Meter in der Antarktis, der blanke Horror. Ein paar seiner Männer litten an Erfrierungen, ihre Zehen waren schwarz und kalt. Niemand wagte zu fragen, ob sie das überleben würden. Sie sassen einfach nur da und warteten auf Hilfe.

Endlich, nach fünf Tagen waren Adam Sanders und seine Crew am Basiscamp angekommen. Nun mussten sie noch 200 Kilometer durch die Eiswüste marschieren, ehe sie am Fusse des Mount Vinson angekommen waren. Es war eiskalt und starke Winde verlangsamten ihr Vorankommen. Sie wollten schon gar nicht an den Aufstieg denken. Nach zwei Wochen Marsch erreichten sie den Fuss des Mount Vinson.

Es war ein schöner Tag am Fusse des Berges, in dem die Crew mit Adam Sanders in Richtung Gipfel aufbrachen. Viele Fragen waren offen, lebten John Hawks und seine Leute überhaupt noch oder waren sie schon elendiglich mitten am Mount Vinson erfroren. Wie lange würde ihr Vorrat noch reichen? Eins war klar, sie mussten so schnell wie möglich das Zelt ihrer Kollegen erreichen, sonst drohte schlimmes.

Nach acht Tagen waren sie dem Zelt schon ganz nahe. Sie nahmen die gleiche Route wie ihre Kollegen, so hatten sie gute Chancen, fündig zu werden. Langsam wurden auch bei ihnen die Nahrungsmittel knapp. Einige Männer hatten Mühe zu atmen, jeder ihrer Atemzüge schmerzte. Nach 8 Stunden dann sichtete einer der Männer ein grellgelbes Zelt unter einem Felsvorsprung. Hastig marschierten sie in Richtung Zelt. Nach zwanzig Minuten erreichten sie keuchend und entkräftet das Zelt. Adam Sanders machte den Zelteingang auf. Und da lagen sie. Sechs Männer, Gesichter wie Greise zusammengekauert unter einer Wolldecke. Die Helfer knieten sich zu ihnen nieder um zu schauen, ob sie überhaupt noch am Leben waren. Und tatsächlich. Sie atmeten noch. Die Männer rüttelten sie aus dem Schlaf. Verdutzt schaute John Hawks zu Sanders hoch. Zuerst dachte er, es sei nur ein Traum, doch nach und nach merkte er, dass in Sanders und seine Leute wirklich gefunden hatten. Aufgeregt erzählten John und seine Leute ihnen, was sie alles durchgemacht hatten und wie sie leiden mussten. Sanders und seine Leute verpflegten die völlig ausgemergelten Abenteurer mit Essen und Wasser. Sie mussten sich noch einige Tage von den Strapazen erholen, ehe sie den Abstieg antreten konnten. Nach fünf Tagen am Mount Vinson war es dann so weit. Sie mussten sich beeilen, denn bald würde der Winter einbrechen und sie würden keine Chance mehr haben. Der Abstieg verlief relativ gut. Obschon die Männer erschöpft waren, kamen sie durch günstige Wetterverhältnisse gut voran. Unten Angekommen rasteten sie fünf Tage lang im Lager am Fusse des Mount Vinson. Bis zum Basiscamp waren es noch gut 200 Kilometer Entfernung. Sie ahnten, dass sie dieser Weg durch die Hölle führen würde, doch sie hatten keine andere Wahl, sie mussten sich beeilen. Nach zwei Tagen brachen sie auf.

23 Juni 1866

Es ist eiskalt und stürmische Winden fegen meinen Männern um die Ohren. Wir sind sehr, sehr müde. Keiner von uns sagt mehr ein Wort. Wir wollen nur noch nach Hause. Bis zu unserem Schiff sind es noch 80 Kilometer. Bald haben wir es geschafft.

Adam Sanders

Und dann war es soweit. Am 1 Juli 1866 kamen zwanzig völlig erschöpfte Männer im Basiscamp an.  Sie hatten es geschafft. Sie hatten es wirklich geschafft. So lange hatten sie leiden müssen, doch nun waren sie die Helden Englands. Zu Hause begrüsste sie die Königin Viktoria persönlich mit einem grossen Fest. Alle waren sie da, die Familien der Abenteurer, das Königshaus. Sie waren die ersten, die den höchsten Berg der Antarktis erklommen hatten. Das war die Belohnung, dass sie so lange durchgehalten hatten.

Von: Emanuel Mauch

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Verloren in der Wüste

 

Mein Name ist Johanna, aber alle nennen mich Jojo. Ich bin 14 Jahre alt und lebe mit meinen Eltern und meinem kleinen Bruder Tom in Sydney, in einem alten aber neu angefertigten Haus. Endlich sind Ferien und wir fahren das erste Mal etwas weiter weg, nämlich nach Ägypten! Ich freue mich schon riesig darauf, nicht nur auf die warmen Sanddünen, sondern auch darauf, dass dieses Jahr mein Freund Fabio mitkommen darf. Bevor es aber losging, war wieder mal das reinste Chaos in unserer Familie. Meine Mutter flippte mehrmals aus: „Jojo, hast du deine Sonnenbrille dabei? Und vergiss nicht deine Sonnencreme, dieses Jahr soll es besonders heiss sein und ich will nicht dass du einen Sonnenbrand bekommst!“ Ich rufe meist: „Ja, Mama, ich regle das schon“. So, endlich am Flughafen, doch da beruhigt sich die Lage noch nicht wirklich. Als meine Mutter endlich im Flieger Richtung Ägypten einschlummerte, war es endlich still. Unser Ferienhäuschen war sehr klein aber direkt am Nil. Die Tage vergingen wie im Fluge. Wir gingen viel baden, den das Wetter war wirklich heiss. Am Mittwoch gingen wir sogar schon tauchen und sahen grosse, aussergewöhnliche Fische. Am Abend gingen wir schön essen und genossen den Sonnenuntergang in vollen Zügen. In der letzten Nacht hörte ich Schritte im Haus und ich versuchte, ohne Fabio zu wecken, das grosse Himmelbett zu verlassen. Ich schritt langsam Richtung Küche und da sah ich eine Gestalt mit Taschenlampe in der Hand. Ich stand stocksteif dort ohne mich zu bewegen als mich plötzlich von hinten jemand packte. Ich versuchte zu schreien und mich mit allen Mitteln zur Verteidigung zu setzen, doch das nützte nichts, denn mir wurde plötzlich schwarz vor  Augen und ich glitt zu Boden. Als ich langsam zu mir kam, lag ich in einem kahlen Raum. Ich sah mich um, doch da war nichts ausser dunkler Leere. Ich versuchte langsam aufzustehen, doch irgendwas hielt mich am Boden gefangen. Da ging die Tür mit quietschenden Lauten auf. Ich sah erschrocken zur Tür und da stand eine grosse schlanke Frau mit etwas Wasser in der Hand. Sie flüsterte: „ Hier hast du was zur Stärkung, mehr habe ich leider nicht und nachher nichts wie weg bevor mein Chef dich entdeckt!“ Zuerst verstand ich nicht recht, doch meine Beine bewegten sich plötzlich wie von selbst und ich schritt ins Freie. Das Licht blendete mir in den Augen. Es war ja schon Tag, wie lange lag ich schon in diesem dunklen Raum? Doch draussen war nichts ausser Sand und Weite. Ich rannte und rannte, fiel in den heissen Sand. Meine Füsse waren schon durchgebrannt von der Hitze und mein Kopf pochte wie verrückt. Es sah aus als endete diese Wüste nie. Plötzlich sah ich weiter vorne einen Wasserbrunnen. Ich rannte so weit ich konnte. Das Wasser lief mir im Mund zusammen. Doch plötzlich war er weg, wie aus dem Nichts gekommen und auch wieder verschwunden.

Ich sah rund um mich herum meine Familie und wollte ihnen in die Arme renne, doch ich fiel ins Leere. Alles nur Fata Morganas. Mir wurde schummrig, ich fiel um und wollte mit letzter Kraft weiter rennen. Doch ich hörte nur noch von weitem die Sirenen des Hubschraubers, nachher fiel ich in ein tiefes Loch. Ich erwachte auf einem bequemen Sofa, der Arzt neben mir und meine Familie schon wieder im Stress. Fabio sah zu mir und sagte: „Sie wacht langsam auf! Jojo, was machst du nur?“ Ich sah verwirrt umher. Meine Mutter kam zu uns und erwiderte: „ Na los, ab ins Auto sonst verpassen wir noch den Flug.“ Ich rieb mir die Augen und setzte mich ohne etwas zu erwidern ins Auto. Der Arzt versicherte mir viel Ruhe und im Flugzeug einige Stunden zu schlafen. Fabio erzählte mir die ganze Geschichte. Dass sie mich überall suchten und dass diese Terry und dieser Malcolm mich entführten, aber dass sich Terry schliesslich der Polizei stellte und ihr erklärte wo ich war. Aber jetzt sind beide hinter Gitter. Ich erinnerte mich nur noch wage daran. Am Flughafen rannten wir zum Flieger, doch leider war der schon abgedüst. Na toll, jetzt noch eine Stunde warten. Ich war so erschöpft, das ich gleich auf Fabios Schulter eindöste. Es ging ja doch noch alles gut, ausser dem verpassten Flug.

Eine Geschichte von Sina Schweizer

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Mord im Herzen Islands

Es geschah ausgerechnet an Silvester. Wahrscheinlich wirst du dich jetzt fragen, was denn genau an Silvester geschah. Du willst es wissen? Der Mord an meiner Mutter.

Als ich am Neujahrsmorgen -abnormal lang ausgeschlafen wie noch nie- aus meinem engen Zelt kroch, sah ich es: Das Zelt von Mom lag blutverschmiert etwas abseits unseres Zeltplatzes im Schnee. Mom lag immer noch dort, wo auch ihr Zelt gestanden hatte; genauso wie das Zelt, blutverschmiert und leblos. Ihre Lippen waren bläulich gefärbt und ihre Gesichtszüge weiss und starr. Sehr wahrscheinlich waren diese Symptome Folgen der eisigen Kälte, welche hier herrschte. Unser gemieteter Land Rover stand wenige Meter vom Unglücksort entfernt. Zuerst konnte ich, das was ich sah, einfach nicht glauben. Ich dachte ich träumte einen meiner schlimmsten Albträume. Doch als dann auch meine Schwester- Jenny hiess sie- aus ihrem Zelt kroch und auch sie nach einigen Sekunden zu weinen begann nachdem sie die schreckliche Situation realisiert hatte, wusste ich, dass unsere Mom wirklich gestorben war. Jenny war nur meine Halbschwester. Kurz gesagt: Wir stammen von der gleichen Mutter, aber nicht vom gleichen Vater. Ich traute mich nicht nach Jenny zu schauen oder ihr einen einzigen Blick zuzuwerfen. Keine Ahnung warum. Ich wollte und konnte einfach nicht. In diesem Moment war sie irgendwie nicht einmal meine Halbschwester, sondern nur eine Person, die nicht in mein Leben gehörte. Irgendwann, es war so um Sonnenaufgang, wagte ich die Ruhe mit einem einfachen „Morgen“ zu brechen. „Verdammt!“, dachte ich. Wie konnte mir so ein plumpes Wort in einer der schrecklichsten Situationen, einfach aus meinem Mund rutschen?! Ich schämte mich. Doch Jenny war das ziemlich egal. Sie antwortete mir mit einem ebenso plumpen: „Tag“. Was sie offensichtlich selber irritierte. Um ihren rotanlaufenden Kopf nicht zu zeigen, drehte sie sich schnell um und verzog sich in ihr Zelt. Sie kann nichts dagegen tun, aber ihr Kopf wird in peinlichen Momenten, sehr schnell mit Blut vollgepumpt. Wir hatten uns immer noch nicht angeschaut. Ich starrte einfach nur noch auf Mom.

 

Als sie sich wieder aus ihrem Zelt kämpfte und ihr Kopf, vorher rot wie eine Tomate, jetzt, wegen der wieder eingetroffenen Ängstlichkeit, bleich wie Kreide war, zeigte sie mir mit ihrem Smartphone und der eingetippten Notrufnummer von Island, dass wir endlich Hilfe organisieren sollten. Ich antwortete Jenny mit einem Nicken. Sie drückte die Anruftaste. Kurz danach erklang eine Stimme: „No Network available“. „Shit“, fluchte Jenny laut. Ein bisschen erschreckte sie mich, denn Jenny war immer „die Brave“ in unserer Familie. Mich durchquoll ein Schauer voller Angst und Hilflosigkeit. Für ein paar Minuten herrschte wieder genau die beängstigende Stille wie vorhin. Jetzt erst kam mir der Gedanke, ob es wirklich eine gute Idee war an die Ostküste Islands zelten zu gehen. Doch jetzt war alles schon zu spät. In der isländischen Tundra ist man so gut wie verloren, wenn man Hilfe braucht. Ich sah wie Jenny begann ihr Zelt und ihren Rucksack zu packen. Ich tat es ihr gleich; nur eine Spur langsamer, zu langsam. So langsam wie noch nie, denn ich wollte nicht derjenige sein, der danach entscheiden musste, was mit der Leiche von Mom geschehen würde. Doch schliesslich war ich es dann doch; derjenige, der zuerst mit dem Packen fertig war. Ich glaube Jenny hat sich, ebenso wie ich, dem Gegenteil von beeilen zugewandt, sehr wahrscheinlich aus dem gleichen Grund warum ich es tat. Irgendwo hatten Jenny und ich doch noch eine Gemeinsamkeit: Den normalen Schulalltag meistern wir so locker wie niemand auf dieser Welt: Jenny ist Klassensprecherin, die Lieblings-Schülerin ihres Lehrers und logischerweise die Klassenbeste. Normalerweise werden die Klassenbesten an unserer High-School als Streber verachtet. Jenny ist die absolute „Klassenqueen“. Sie wird an die geilsten Partys eingeladen, sie hat Hunderte von Verehrern und so weiter…Ich bin fast der gleiche Typ. Lieber Leser, liebe Leserin, bitte lese den letzten Satz noch einmal und betone das „fast“ ganz stark. Wie schon gesagt ich bin fast der gleiche Typ. Einen kleinen Unterschied gibt es da nämlich noch: Lieblings-Schüler, Klassenbester, „Klassenking“, Partys und die Verehrerinnen, stimmt alles überein mit Jenny. Doch da gäbe es noch den Klassensprecher. Ich hätte zwar die Chance dazu gehabt, doch ich wollte nicht so enden wie Johny Cliff, denn Klassensprecher sein, ist nur etwas für Mädchen. Ein altes Schul-Gerücht besagt, dass bei allen männlichen Klassensprechern, lange Haare wachsen würden. Johny Cliff hatte, so wie das Gerücht besagt, so lange Haare, das diese bis zum Boden reichten. Naja, ob das wirklich stimmt, weiss niemand.

Also: Klassensprecher = Ein „No Go“ für Jungs auf unserer High-School.

„Bin fertig“, teilte Jenny mir plötzlich mit. „Was sollen wir mit Mom tun?“, fragte ich endlich vorsichtig nach. Es trat wieder Stille ein. „Wir müssen sie mitnehmen, hier lassen, dürfen wir sie auf keinen Fall!“, wollte mir Jenny deutlich machen, obwohl ich es schon lange kapierte. Wiederum nickte ich nur zurück. „Und den Rover?“, fragte ich. Der schneeweisse Land Rover war mir, im Laufe unserer Island-Tour, irgendwie ans Herz gewachsen. Wahrscheinlich waren da auch männliche Absichten im Spiel… „Tja, keiner von uns beiden hat den Führerschein.“, stellte ich nebenbei fest. „Du bist älter. Darum musst du fahren. Erstens glaube ich nicht, dass die isländische Polizei Autokontrollen durchführt und zweitens haben die schon gar nicht Blitzer hier im isländischen Tundra-Kaff“, zitierte mir Jenny in einem altklugen, aber für sie typischen Ton. Naja, zugegeben, ich war wirklich schon mal mit unserem Mini-Cooper, den wir aber wieder verkauft hatten, gefahren. Aber das bleibt unter uns, lieber Leser, liebe Leserin… Dies geschah auf einem völlig abgelegenen, relativ breiten Feldweg, ein paar Tagesfahrten mit einem Mini von unserem Zuhause in Howell, entfernt.

Howell liegt übrigens im Staat Monmouth Country und ist etwa 70 Kilometer in Luftlinie, von New York City entfernt.

Ich durfte mich also auf einen Mutter-Sohn-Tag, oder in diesem Fall, Mutter-Sohn-Woche freuen. Sie wusste es schon immer, dass ich irgendwann einmal, aber noch unter 18 Jahren, einen PKW fahren wollte. Mit Mom hatte ich immer die allerbesten Mutter-Sohn-Tage erlebt; denn Mom hatte sich immer ganz schön ins Zeug gelegt und auch mal was riskiert… Beim Gedanken, dass ich so etwas nie wieder erleben konnte, kullerte mir wieder eine Träne über meine Wangen.

Zurück zum Mini: Ich setzte mich voller Erwartungen ans Steuer und dann ging es richtig los! Als ich wieder unseren Mini, welcher ganz ruckartig und in einer scheinbar für ihn unbewussten Fahrrichtung, über die holprige Strasse tuckern sah, musste ich wegen diesem Gedanken innerlich wieder ein bisschen schmunzeln. Doch Spass beiseite. Einen Land Rover, einen solchen gut zwei Tonnen wiegenden Geländewagen zu fahren, forderte mich reichlich in Sachen Konzentration: Es klappte. Jenny war aus meiner Sicht angespannter wie ich. Im ersten Gang fuhr ich vorsichtig los. Anschliessend schaffte ich es einigermassen gut in den zweiten Gang. Dann folgte direkt der vierte, was mich über meine eigenen Fähigkeiten staunen liess. Im vierten Gang und mit erstaunlichen vierzig Kilometern pro Stunde. Schliesslich entschloss ich mich, mich auf den recht schmalen Feldweg zu konzentrieren. Auf dieser bildeten sich nämlich im Laufe der Zeit einige Schlaglöcher, welche für den Rover „Platten-Gefahr“, wie es Jenny nannte, aufwiesen; aber wir schafften es. Da die Sonne im Juli in Island erst um circa 00.30 Uhr untergeht, merkten wir erst, als es schon ein dunkelte, dass es bereits 22.30 Uhr  war. Jenny erschrak ein bisschen und schlug mir vor, dass wir jetzt endlich mal einen Rast machen müssten und wir  unser Nachtlager aufstellen sollten. Sie hatte vollkommen Recht. In Island ist der Sommer nicht eine Jahreszeit, in welcher die Dunkelheit dominiert. Wenn es aber in Island dunkel wird, dann fühlte es sich an wie in einer Kuh. Wir mussten nun einen guten Platz finden, was keine schwierige Aufgabe war, denn abgesehen von diesem Feldweg, gab es hier nichts ausser leicht dunkelgrünes Gras, verschiedene Arten von Moosen, sowie Flechten und sogenannte „Zwergsträucher“ wie Jenny behauptete. Was sie über Pflanzen oder generell über die Biologie sagte, konnte auch wahrhaftig stimmen, denn in der Pflanzenkunde war sie eindeutig die Bessere…

Wir fuhren ein wenig abseits des Feldweges an eine Stelle, welche aber nicht so stark von Gestrüppen bewuchert war. Wir machten uns gleich an die Arbeit, das Lager aufzustellen. „Sollen wir wirklich im Zelt übernachten?“, fragte Jenny mit der wieder aufkeimenden Angst in ihrer Stimme. Ich hatte kurz bevor sie es sagte, über dasselbe Thema nachgedacht. Ich antwortete ihr wiederum nur mit einem plumpen Nicken. Im Rover hatte es genug Platz für uns Beide. Der Vermieter hatte irgendetwas von einem ausfahrbaren Teil im hinteren Bereich des Kofferraumes in schlechtem Englisch gelabbert. Ich probierte es einfach mal aus. Zuerst öffnete ich den riesigen Kofferraum. Dann probierte ich einfach mal auf gut Glück einen der vielen Hebel und Schalter aus. Mir fiel der grosse, robuste sofort ins Auge. Nun betätigte ich einfach mal diesen Hebel am Heck des Rovers. Und prompt setzte ich somit einen Teil der Kofferraum-Fläche etwa 5 Zentimeter nach hinten in Bewegung. Ich tat es nochmals und nochmals bis diese Fläche einen knappen Meter nach hinten ragte. Ich war echt stolz auf mich. Doch in diesem Moment änderte sich meine Stimmung ins Negative. Das was ich sah, durfte auf keinen Fall wahr sein. „Jenny? Kannst du mal kurz rüber kommen, um zu schauen, ob ich mich nicht täusche?“ Sie kam gelangweilt in ihren Trainerhosen daher geschlurft. Doch dieser punkerhafte und für ihr Alter normale Ausdruck änderte sich blitzartig. „What the Fuck…“, sie schluckte einmal leer „Verdammte Kacke, kannst du mich bitte nur einmal kneifen?“, bat sie mich. Gleichzeitig starrten wir in den Kofferraum. In den leeren Kofferraum. „Gleichfalls!“, bat ich sie. „Mom ist weg!“, sagten wir zur gleichen Zeit im Chor und wendeten unsere Blicke einander zu. Jennys blaue Augen starrten mich an. Ich starrte zurück. Ihre wundervollen Augen füllten sich nach und nach mit Tränen. Wie wenn es ein Reflex wäre, machten es meine Sehorgane ruckartig nach. Kurze Zeit später fielen wir uns beide in unsere Arme und schluchzten los. Wir starrten uns gegenseitig mit unseren immer nässer werdenden Gesichtern an. Gedanklich ganz an einem anderen Ort vergassen wir vor lauter Psychostresses, unsere Ravioli, welche immer schwärzer und aschenähnlicher wurden. Man konnte nur das monotone Zischen des Gaskochers wahrnehmen und plötzlich auch den Duft, welcher haargenau gleich roch, wie wenn ich im Kochunterricht  „erfolgreich“ walltete. „Ach nein ! Unser Essen ist angebrannt“, fluchte ich, um uns auch ein bisschen von den vorherigen Geschehnisse abzubringen. Eigentlich waren mir die Ravioli völlig egal, aber ich musste Jenny kurz ablenken, denn ich hatte da noch etwas Anderes gerochen. Ein ätzender, auch bekannter Geruch. Als mir einfiel, wo ich diesen seltsamen, aber nicht fremden Geruch schon mal gerochen hatte, lief mir ein eiskalter Schauer den Rücken hinunter. Als wir mit unserer Klasse den nächstgelegenen Kremierungsofen anschauen gingen, war ausgerechnet an diesem Tag die dortige Lüftung ausgefallen. Die eher ältere Dame die uns durch das Gebäude führte, bot uns zwar Masken an, doch unsere Lehrer lehnten diese ab. Sie behaupteten, bis jeder seine Maske fixiert hätte, wäre die Führungszeit schon lange vorbei; doch ich denke, es hatte an dem kleinen Finanz-Tief, welches unsere Schule zurzeit durchmachen musste, gelegen. Auf jeden Fall lag in diesem Gebäude der genau selbe Geruch oder besser gesagt der Gestank, in den Gängen dieses Gebäudes. Irgendwann fragte einer meiner Klassenkammeraden, welchen es wahrscheinlich überhaupt nicht interessierte, warum es denn hier so seltsam miefe. Die alte Dame fragte, ob wir das wirklich wissen wollen. Aber die Antwort war ja klar. Endlich mal etwas, was mit Action und Spannung zu tun hatte. „Jaaaa“, schrien wir alle gleichzeitig im Chor, was die alte Dame zum Schmunzeln brachte. „Na gut“ fing sie an „Dieser Gestank setzt bei einem menschlichen Leichnam einige Zeit nach seiner Totenstarre ein. Bei den Tieren kann das genauso gut passieren.  Wie ihr ja schon gehört habt, ist dummerweise ausgerechnet heute unsere Lüftung, welche hauptsächlich dem Zweck dient, diesen fürchterlichen Gestank unserem Gebäude zu entnehmen, ausgefallen.“

Ja. Und genau dieser Geruch schwebte damals in Island um den Rover herum. „Ich muss mal…“, log ich Jenny an. „Geh nur. Ich schaue nicht“, sagte sie mit minimalstem Lächeln. Hauptsache; sie hat wenigstens gelächelt. Nun. Ich ging einfach mal hinter den Rover und sah mich um. Hier im Gelände konnte sie nicht sein, da war mir 100-prozentig sicher. Mom musste also im Rover versteckt sein. Versteckt? Wer sollte denn hier, ohne dass es Jenny und ich bemerkten, eine Leiche verstecken? Keine Ahnung. Ich sah trotzdem mal nach. Unauffällig ging ich in die Hocke um unter dem Rover nachzusehen. Zum Glück hatte der Geländewagen eine Bodenfreiheit von einem guten halben Meter. Was ich dann sah war noch viel krasser. Für zwei, drei Sekunden raubte es mir regelrecht meinen Atem. Unten am Rover befestigt: ein eng angezogener Leichensack. Ich erkannte die Konturen von Mom eindeutig. In diesem Moment schwirrten mir x-verschiedene Fragen im Kopf herum. Wer konnte das tun? Warum tat das jemand? In diesen Moment erklang eine wohlbekannte Stimme hinter mir: „Hände auf deinen Rücken und langsam auf den Bauch legen! Sofort, oder ich erschiesse dich!“ Es war eindeutig, ich musste noch einmal tief durchatmen bevor ich mich umdrehte, es war ohne Zweifel Jenny. Sie stand so sexy und cool da, wie eine junge, breitschultrige FBI Agentin. Sie hielt in ihrer rechten Hand einen relativ kleinen Revolver und fuchtelte mit diesem vor meinen Augen herum. Ihre linke Hand ballte sie zu einer beängstigenden Faust „Jenny! Was zum Teufel…“, ich konnte den Satz nicht mehr beenden. Jenny fiel mir schlagartig ins Wort: „Schnauze!!! Oder ich beweg meinen rechten Zeigefinger.“ Naja Jenny du kanntest mich doch noch ein bisschen zu wenig. Mein bester Freund, ein immigrierter Chinese, war schon ziemlich fortgeschritten in Karate. Er hatte mir im Handumdrehen die wichtigsten Selbstverteidigungstricks beigebracht. Ich packte Jenny an ihren Füssen und riss diese in meine Richtung. Somit fiel Jenny flach wie ein Brett nach hinten auf den Rücken. Wenn alles gut klappte, stockte dem Gegner bis zu zehn Sekunden der Atem. Diese Sekunde nutze ich, um Jenny die Waffe abzunehmen. Danach drehte ich sie auf den Bauch und drückte, natürlich gegen Jennys Willen, ihre Hände auf den Rücken. Für den Gegner kann das ziemlich schmerzhaft werden. Mit einer Hand blockierte ich nun Jennys Hände mit meinem gesamten Körpergewicht und griff nach dem am Rover hängende Seil, ohne Jenny aus den Augen zu lassen. Nun konnte ich Jenny mühelos ihre Hände fesseln. Da ich mir mal vorgenommen hatte, nie mit einer Waffe zu hantieren, als im Nachbarsstaat an einer Schule ein Amoklauf stattgefunden hatte, feuerte ich fünf der sechs Schüsse des Mini-Magazins in die Luft: Es waren keine Schreckschüsse. Dies hätte nämlich auch sein können. Den einen Schuss behielt ich mit schlechtem Gewissen -einfach zu meiner Sicherheit. „Sorry Jenny, aber heute geht’s mal ohne Abendessen ins Bett“, neckte ich Jenny. Ich nahm mir für heute vor, diese Nacht durchzufahren und tat es auch. Jenny fesselte ich die Füsse und verfrachtete sie in den Kofferraum des Rovers. Kurze Zeit später fuhr ich los. Die Minuten kamen mir vor wie Stunden und die Stunden wie ganze Tage. Doch ich fuhr Stunde um Stunde weiter. Wie wenn ich schon den Führerschein hätte, ratterte ich jetzt mit satten achtzig Kilometer pro Stunde über die Strassen. Die Zeit drängte, denn ich wollte noch vor Sonnenaufgang bei einem Forschungsflughafen, von welchem kleinere, einmotorige Flugmaschinen für Forschungsprojekte starteten, sein. Ich hatte gerade letzthin in einem Buch darüber gelesen. Ich nutzte die Zeit bis dorthin, um Beweise zu sammeln. Ich nahm meinen neuen iPod Touch hervor und startete eine Applikation, mit welcher man Tonaufnahmen machen konnte. Ganz diskret, damit es Jenny ja nicht bemerkte, drückte ich auf den roten Aufnahme-Button, welcher jetzt auf dem Touchscreen erschien. Ich ihr diverse Fragen, welche mir seit dem gestrigen Vorfall durch den Kopf schwirrten. Es war erstaunlich einfach gewesen, die Antworten aus Jenny heraus zu kitzeln. Sie befand sich in einer seltsamen Trance. Auf die Frage, warum sie Mom umgebracht hätte, antwortete sie: „Ich war echt neidisch, wie Mom dich bevorzugte. In dieser Nacht, als ich Mom umgebracht hatte, wollte ich eigentlich dich umbringen. Aber, da wir alle die genau gleiche Art von Zelt hatten und es ziemlich düster war, schoss ich ungewollt auf Mom’s Zelt.“ „Du sagtest: schoss; warum habe ich nichts vom Schuss mitbekommen?“, ermittelte ich weiter. Darauf antwortete Jenny wiederum ohne Zögern: „Ich hatte euch beiden, Mom und dir, am letzten Abend euer Trinkwasser mit Schlaftabletten versetzt. Zudem hatte ich einen zusätzlichen Schalldämpfer auf der Waffe.“ Endlich! Nach ungezählten Kilometern erreichten wir den Flughafen. Es war genau der im Buch abgebildete. Eine junge, kräftige Dame wollte gerade in eine einmotorige Flugmaschine einsteigen. Mir fiel nichts Besseres ein, als sie mit dem Revolver zu bedrohen. Ich bat sie aber doch noch einigermassen freundlich, mich direkt nach Helsinki Airport zu fliegen. „D-d-d-dafür b-b-b-b-brauchen wir ein st-st-stärkeres Flugzeug“, stotterte sie. „Hören Sie. Ich bin nicht aus terroristischen Gründen unterwegs. Meine Schwester hat meine Mutter und beinahe mich umgebracht. Also haben sie keine Angst vor mir.“, beruhigte ich sie und nahm gleichzeitig die Waffe herunter. „Wie sollte ich Ihnen glauben?“, stotterte sie immer noch mit ängstlicher Stimme. „Kommen sie mit!“, befahl ich ihr in barschem Ton. Sie folgte mir in einem relativ grossen Abstand. Als ich ihr dann die gefesselte Jenny und die Leiche von Mom zeigte, hatte sie enormes Mitleid mit mir. „Gut, ich helfe dir. Mein Name ist Kathrin Spencer. Ich arbeite für die IVE, The Islands Vulcan Explorers. Nenn mich einfach Kate.“, stellte sie sich mir hastig vor. Ich stellte mich ebenfalls vor. Wir schleppten zuerst Jenny danach Mom ins ziemlich grösste Flugzeug auf dem Platz. „Es kann losgehen!“, wollte mich Kate aufmuntern. Aber mir war jetzt nicht wirklich danach zu Mute. Kate startete die Motoren. Sie rollte gekonnt auf die relativ kurze Startpiste und beschleunigte rasant aus der Kurve. Ich glaube, das nennt man Rollstart. Sie hob kurz darauf ab. Um direkten Kurs auf Helsinki zu nehmen, musste sie noch eine grosse Schleife um den Flughafen fliegen. Ganz weit unten reflektierte ein schneeweisser Punkt, die vor ein paar Minuten aufgegangene Sonne. Es fiel mir nicht leicht, Abschied von ihm zu nehmen. Ohne ihn wäre ich jetzt schon lange tot. Der Rover.

Nach einer schnell vergangenen Zeit, weckte mich Kate auf. Ich müsse mich nun angurten, weil sie sich jetzt auf den Landeanflug vorbereiten sollte. Nun gut. Ich gurtete mich an und schaute aus dem Fenster. Unter uns befanden sich die weiten Seen von Finnland. Ich wollte schon immer mal in eine abgelegene Blockhütte mit Sauna und Fischerboot. Doch das ist jetzt wahrscheinlich nie mehr möglich ohne Mom. Nach einer knappen Stunde landete Kate sanft auf einem privaten Flughafen, der jedoch nicht weit vom Helsinki Airport entfernt war. „Ich will sofort vor ein Gericht, um unter die ganze Sache einen Schlussstrich zu ziehen!“, befahl ich Kate. Vor dem Flughafengebäude stand ein Taxi. Kate lief schnurstracks auf dieses zu. Jenny hielt sie im Schwitzkasten. Mit Mom auf dem Rücken keuchte ich ihr hinterher. „Vie meidät korkeimmassa oikeudessa Suomessa!“, schrie Kate den Taxifahrer an. Ich wusste, nicht dass sie finnisch konnte, doch sie erklärte mir kurz darauf, dass sie dem Fahrer gesagt hätte er solle sie schnell zum Obergericht Finnlands fahren. Der Taxifahrer, ein massiger Typ, sagte aber ganz ruhig: „Ei mahdollinen. Odotan jotakuta!“ Ich glaube in diesem Moment reichten Kates Finnisch-Kenntnisse nicht mehr aus. Kate legte eine kurze Pause ein und fragte ihn ob er von jetzt an bitte Englisch sprechen könnte. Er nickte, was sein fettiges Kinn zum Schwabbeln brachte. „Das ist nicht möglich. Ich warte auf jemanden.“, wiederholte er den Satz auf Englisch. Nun verstand ich es auch. Mir fiel wieder nichts Besseres als den Revolver zu zücken. Der Fahrer änderte seine Meinung schlagartig und sagte wie ein Muttersöhnchen: „Steigt ein.“ Wir stiegen ein und er fuhr ruckartig los. Nach einigen Minuten waren wir vor dem internationalen Gericht von Finnland dem IGH. Ich stürmte herein, Kate blieb im Taxi und bedrohte den Fahrer mit dem Revolver. Danach erfolgte alles sehr schnell. Es folgte eine dreistündige Gerichtsverhandlung im Namen des Staates. Ich war gottenfroh, dass ich meinen iPod immer noch in meiner Hosentasche mittrug. Ich klagte Jenny wegen versuchten Mordes, Mord an einer Person und des Hantierens mit einer Waffe als Minderjährige an. Jenny gab alles zu. Ehrlich gesagt hatte ich echt ein bisschen Erbarmen mit ihr. Doch dass sie mich versuchte umzubringen, vergass ich nie.

Einen guten Monat später fing die Schule wieder an. Ich wohnte jetzt bei meinem leiblichen Vater. Früher sahen wir uns meistens nur ein oder zweimal im Jahr.Ein Jahr später an Silvester, fasste ich mir folgenden Vorsatz:

„Ich vergesse das letzte Jahr und schaue positiv nach vorn ins nächste Jahr“

In diesem Jahr machte ich einen perfekten Schulabschluss. Kurz nach meiner ersten Bewerbung bei der New Yorker Police, bekam ich die Zusage. Ich konnte mich also auf eine spannende Zukunft freuen.

Und wie wenn ich dazu geboren bin, arbeite ich noch heute bei der CSI als Agent.

 

Nils Wiesli

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 Dubai

 

Liebes Tagebuch

Juhuu, wir fliegen in den Ferien nach Dubai. Einzig der Grund ist ein bisschen Scheisse. Mein Bruder hatte in der Schule im Zeugnis eine     Sechs geschrieben. Was passiert wenn ich mal eine Sechs habe. NICHTS!! Wenn das nicht gemein ist. Doch eigentlich ist Dubai ganz ok. Gut Sharm el Sheikh, die Azoren, Malediven oder Hawaii wäre noch besser gewesen aber manchmal muss man sich halt mit dem zufrieden geben, was man hat. Doch was ist das eigentlich für eine geheimnisvolle Wüstenstadt? Manchmal sieht man sie im Fernseher am Neujahr bei Wiederholungen von grossen Feuerwerken an diesem hohen Turm. Gott wie heisst er nochmals. Ich weiss es nicht, aber für was gibt es ja das Internet? Also „hoher Turm Dubai“.  Ah da. Das höchste Gebäude der Welt der Burj Khalifa. Aber der ist nicht so schön. Mir gefällt der Burj al Arab viel besser. Habe keine Ahnung was Burj heisst. Von  Google Übersetzer ist meine Klassenlehrerin gar nicht begeistert, darum nehme ich Wikipedia. Von Wikipedia war mein Primarschullehrer gar nicht erfreut, aber man kann es ja nicht Jedem Recht machen. Also Burj (kommt aus dem Arabischen (zufälligerweise sind wir in Arabien) spricht man Burdsch aus) bedeutet so viel wie Turm. Wenn wir dort drinnen residieren könnten. Wir wären die reinsten Maharajas. Aber ich glaube das ist zu teuer und wir gehen nur zu Kollegen von meiner besten Freundin und wohnen dann dort für eine Woche. (Also bei den Kollegen, nicht bei der Freundin.) Was findet sich dann sonst noch über Dubai? Jetzt muss ich gerade lachen als ich diesen Satz geschrieben habe. Auf Schweizerdeutsch sage ich als sonst „sust“. Nick, Sara, Selina und Lenny nerven mich immer damit, und wenn ich dann noch sage „bi mol ruhig“, dann kommt noch Joelle und Michi und wollen mich belehren: „es heisst: biSSS mol ruhig. Dabei ist Joelle gar nicht besser: „dreei“ und „hördöpfel“  und Sara: „neeun und Eeule“ das tönt ja erst mal doof. Aber wieder nach Dubai. Das erste was kommt wenn ich Dubai eingebe sind natürlich wiedermal billig Reisen. Jeder ist billiger als der andere usw. Das einzige Schlaue ist Wikipedia. Die Stadt am Persischen Golf umgeben von Wüste hat 1‘816‘000 Einwohner (da steht Stand 2010, also werden es heute etwa 2‘000‘000 Einwohner sein.) Sehenswürdigkeiten sind sicher die Burjs. Daneben empfehlen sie Touren durch die Wüste. Mit genügend Wasser und warmer Kleidung im Gepäck. Als ob es so kalt sein würde in der Wüste. Doch meine Mutter klärt mich auf: „Die Nächte in der Wüste sind sehr kalt, da es keine Wolken gibt, die die Wärme speichern.“ Ok gut. Aber was ist wenn man gar nicht in der Wüste übernachten will? Sind dann die warmen Kleider zum Skorpione zu erschrecken? =D Auf Wikipedia gibt es noch schöne Bilder von Suks und Basaren. Bei uns nennt sich das Markt oder Flohmarkt. Einen Gewürzmarkt gibt es. Da muss ich unbedingt Sara etwas mitbringen und dem Grosi, beide backen und kochen so gerne. Vielleicht sollte ich auch Sara eine Anleitung für Suppen kochen mitbringen mit den richtigen Massen. Letztes Mal  als sie nämlich Suppe kochte rechnete sie ein bisschen komisch: Sie und ihre kleine Schwester Lea sollten beide 1 – 2 Liter und ihr Vater sogar etwa 3 Liter Suppe essen. Am Schluss hatten sie Suppe für eine Woche….  Diese Araber müssen schon reiche Leute sein. Alle die hohen Gebäude und dann gibt es ja noch dies komischen künstliche Inseln im Golf. Nur um in bisschen zu bluffen. Aber es stehen auch ganz viele angefangene Gebäude. Zu wenig Geld, Wirtschaft, Stabilität… Vielleicht meint Mama können wir Skifahren gehen, da gibt es so eine künstliche Halle. Das wird mir auch keiner glauben wenn ich erzähle, dass ich im Hochsommer Skifahren war. Oder Kamelreiten wäre auch toll. Es gibt so vieles. Und deshalb lasse ich mich einfach überraschen.

Katharina Rohrbach

 

 

 

 

Montag 3.9.2012

Die Hinreise

Um 8:33 Uhr fuhren wir von Uhwiesen los. Trotz Schlagerparty kam uns die Reise sehr lange vor. Im Berner Oberland besuchten wir die Aarenschlucht. Durch den Berg stapften wir in einer Zweier-Kolonne. Nachdem wir durch die Schlucht geeilt waren, fragten sich alle, wo die Lehrerinnenblieben. Als diese endlich kamen, konnte es weiter gehen. In der zweiten Hälfte der Carreise wurde es sehr kurvenreich und den einen wurde schlecht. Beim Grimselpass sahen wir die steilste Standseilbahn der Welt. Als wir endlich, endlich angekommen waren, mussten wir vor der Haustür des Vergissmeinnicht in dem kalten, scheusslichen Wetter warten. Nachdem Frau Bumann Frau Menzi das Haus gezeigt hatte, durften wir ENDLICH unsere Zimmer einrichten. Als wir uns eingerichtet haben, eilten wir zum Coop. Da Sonja nicht richtig geschätzt hatte mit ihren 70 Franken, musste Rafael die Situation retten und nochmals 100 Stutz holen. Schon liefen die ersten Mädchen mit Absatzschuhen herum! Naja. Um die Zeit zu vertreiben, spielten wir noch ein wenig UNO und Black Jack.

 

 

 

 

 

 

 

 

Um 6 Uhr musste die erste Gruppe kochen gehen. Um 7 Uhr gab es ein köstliches Essen, „Ghackets mit Hörnli“. Am Schluss war das männliche Bloggerteam völlig kapput und ausgelaugt und das weibliche Geschlecht mit den Nerven am Ende. (Ihr könnt euch ja denken warum) ;).

Rafael, Raphael, Joél, Craig, Linda, Linda, (Egzon kam zuspät darum sprang Sonja ein)

 

Dienstag 4.9.2012

Almagelleralp – Kreuzboden

Um 7.00 Uhr gab es Frühstück. Um 8.45 Uhr fuhren wir mit dem überfüllten Bus los nach Saas Almagell. Dort fuhren wir mit einer Seilbahn, die erste Hälfte des Berges hinauf. Oben angekommen wanderten wir los. Wir folgten einem Klettersteig, der zum Teil sehr knifflig war und viele Nerven benötigte. Auf diesem Pfad mussten wir zwei Hängebrücken überqueren.
Für die einen der reinste Horror!!

Auf der Seilbahn
Die wacklige Hängebrücke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Danach mussten wir uns durch eine Schafherde kämpfen. Beim Mittagessen auf der Almagelleralp entdeckten wir zwei kleine, herzige Geisschen.

Die wilde Schafherde

 

 

Der nächste Aufstieg ging endlos lange bergauf! Der Weg war steinig und mühsam. Vom Kreuzboden (3100 m) aus konnten die Schnelleren von uns mit Monster-Trottis den Berg hinunter sausen. Für die einen von uns war es eine schreckliche Qual, da sie den falschen Weg gewählt hatten. Die anderen fuhren mit der Gondel nach unten.
Zu Hause angekommen, freuten wir uns auf die Pizzen!!!

Sonja, Linda, (Sabrina, Pascal, Severin, Estéfano, Romy )

 

 

 

Mittwoch, 5.9.12

Spielboden

Wir starteten wie jeden Morgen mit dem Morgenessen um 7.15 Uhr.
Um 8.45 Uhr fuhren wir mit dem Postauto nach Saas Fee. Es war ziemlich überfüllt.
Angekommen in Saas Fee nahmen wir die Gondelbahn auf den Spielboden (so hiess der Berg).
Schon während der Fahrt sahen wir die dicken Murmeltiere, die schon hungrig auf uns warteten.
Die feinen Karotten, die wir bei uns hatten, verfütterten wir den verwöhnten Murmeltieren. Die Rüebli wurden mit grossen Bissen verschlungen.
Die Tiere waren sehr zutraulich, deshalb kamen sie schnell aus den Löchern.
Sehr lange waren wir mit den Tieren beschäftigt, doch nach einer Weile machten uns die Lehrer darauf aufmerksam, langsam hinunter zu wandern.
Der Weg hinunter war sehr steinig und anstrengend, aber das haben wir gut gemeistert. Als wir endlich unten ankamen, konnten wir einige Zeit frei in Saas Fee herumschlendern. Einige gingen auf die Rodelbahn, die anderen waren müde vom langen Marsch und ruhten sich aus.
Danach machten wir uns auf den Weg zum Kletterpark, den Herr Steiner und andere fleissige Helfer für uns vorbereitet hatten. Wir hatten viel Spass am Klettern und Slakelinen. Die Kochgruppe bereitete das Essen zu (5 verschiedene Salate und Schoggibananen), um nachher „ Brötle“ zu können. Nach dem Essen kletterten noch einige den steilen Felsen hoch.
Als wir satt waren spurteten wir nach Hause, um dort ins Bett zu gehen und alle unsere Kräfte wieder zu sammeln.
So ging der Tag relativ schnell zu Ende.

Sina ,Sabrina, Sascha, Pascal T., Kamyar

 

 

 

 

 

 

Donnerstag, 6.9.2012

Allalingletscher

Um 6.30Uhr gab es Frühstück. Danach fuhren wir mit dem Bus nach Saas-Fee, wo wir zu den Gondeln laufen mussten. Oben angekommen mussten wir in die „Métro Alpine“ umsteigen um ins „three sixty“ zu gelangen. Dies ist ein Drehrestaurant. Dort haben die Lehrer uns je ein Getränk spendiert. Nachdem wir diese genussvoll getrunken hatten, ging es auf den Gletscher. Wir montierten unsere Kletterausrüstung und marschierten in Kolonnen angekettet über den Gletscher. Nach langem und nicht immer trittsicherem Wandern sind wir zu einer Gletscherspalte gekommen, an der die Mutigsten eisklettern durften, nicht alle wollten dies. Diejenigen, die nicht kletterten, durften sich etwas in den Felswänden umgucken oder auch zu Mittag essen. Nach der Mittagspause ging der Marsch weiter. Nach einem harten 2-stündigen Marsch waren wir endlich total erschöpft bei den Gondeln angekommen. Zurück in Saas-Fee liefen wir zur nächsten Bushaltstelle, wo wir den Bus mit einer anderen Klasse teilten. Bei den Häusern mussten wir die Kletterausrüstung abgeben und danach wurden wir in unsere Freizeit entlassen.
Die Koch-Teams zauberten gemeinsam ein gutes Abendessen hin: Bruschetta und Risotto mit Pouletbrüstli. Es schmeckte lecker. Als wir es genüsslich verspiesen hatten, musste das Team noch die Küche putzen. Ein wenig später gab es dann Dessert: ein feines Schokoladen- und ein Kaffeetiramisu.
Zum Schluss schauten diejenigen, die wollten, noch einen Film und der Rest durfte in die Zimmer und alle hatten Spass. So gegen 11 Uhr mussten wir wieder in unsere eigenen Zimmer und begannen, die ersten Sachen in die Koffer zupacken.

Mara, Angie, Jasmin, Domi, Joël

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Freitag, 7.9.2012

Heimfahrt

Nach einem problemlosen Hausputz fuhren wir nach einer strengen, aber sehr schönen Woche wieder nach Hause. Die Reise führte über Montreux und Bern nach Uhwiesen. Damit wir die Zeit besser totschlagen konnten, schauten wir einen eindrücklichen Film über Nelson Mandela (Invictus), der uns Frau Meisterhans zur Verfügung stellte. Nach langen Staus erreichten wir um 18.00 Uhr endlich Uhwiesen.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen Schülern/innen der Klasse 3B2 ganz herzlich für die tolle und friedliche Atmosphäre bedanken, die uns die ganze Woche begleitet hat. Es war mir eine Freude, mit euch dieses Klassenlager zu erleben. Ihr habt angepackt, füreinander gesorgt, sehr fein gekocht und habt mit eurer positiven Grundeinstellung zu einem schönen Erlebnis beigetragen, das ich gerne in Erinnerung behalten werde.

Ruth Menzi

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